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Renaturierung Neben dem Hochwasserschutz übernimmt der Aasee heute auch wichtige wasserwirtschaftliche und ökologische Funktionen wie beispielsweise Wasserspeicherung und -rückhaltung, Regulierung der Münsterschen Aa in der Innenstadt oder als Frischluftkorridor. Als komplexes Ökosystem bietet er außerdem Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In Stadtnähe kann der Aasee intensiver genutzt werden als stadtauswärts. Der renaturierte Bereich westlich der Brücke Modersohnweg soll dagegen Pflanzen und Tieren vorbehalten bleiben.
Die Wasserqualität wird vor allem in den Sommermonaten durch die Einleitungen aus dem landwirtschaftlich
geprägten Einzugsgebiet und aus der einmündenden Regenwasserkanalisation negativ beeinträchtigt. Hinzu kommt
eine geringe Wassertiefe und viele Nährstoffe, die für ein verstärktes Algenwachstum sorgen. In der Folge können
sich, wie mittlerweile in vielen Seen Deutschlands, die Cyanobakterien (besser bekannt als Blaualgen) mit
ihren toxischen Stoffen flächendeckend ausbreiten.
Um diese Probleme zu verringern, hat die Stadt Münster einiges getan: - Die Aa wurde oberhalb des Aasees bis Haus Kump 19941996 naturnah umgestaltet (Renaturierung).
- Die städtische Kläranlage Roxel wurde stillgelegt; alle privaten Kleinkläranlagen im Einzugsgebiet
des Aasees saniert. So gelangt heute deutlich weniger belastetes Wasser in den See.
- Neue Flachwasserzonen am Ufer haben die Entwicklung von ausgedehnten Röhrichtzonen ermöglicht.
Eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität wird erwartet, wenn ab Frühjahr/Sommer 2005 die Freilandversuche
in Aa und Aasee zur Phosphoreliminierung durch die Zugabe von Fällungsmitteln durchgeführt werden. Ein
weiteres Projekt ist die Bepflanzung der Uferstreifen entlang der Zuflüsse des Aasees, um die Selbstreinigungskraft
dieser Gewässer zu erhöhen.
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