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    baum des jahres
       
    25.04.09
    Fast schon eine Tradition ist es, dass Bürgermeisterin Karin Reismann das neue Exemplar einpflanzt. Sie freut sich auch sehr über das vorbildliche bürgerliche Engagement, das insgesamt zu einem Aufblühen aller zahlreichen städtischen Grünanlagen führt.

    Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat den "Weg der Jahresbäume" bereits 1989 zwischen Mühlenhof und Naturkundemuseum angelegt, um die Bedeutung der Jahresbäume stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Spaziergänger können dort die seither ausgezeichneten Jahresbäume bestaunen. Außerdem ist der Baum des Jahrtausends, ein Ginkgo, zu sehen.

    Umfangreiche Informationen zum Bergahorn hat das "Kuratorium Baum des Jahres" in einem Faltblatt zusammengestellt. Außerdem gibt es ein Faltblatt für junge Leser, das besonders anschaulich und kindgerecht aufgemacht ist. Die Faltblätter sind in der Umweltberatung im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33, kostenlos erhältlich.

    Das Kuratorium mit Sitz in Bonn kürt jährlich einen Baum des Jahres. Es wählt bedrohte und seltene Baumarten, aber auch besonders schöne, beliebte oder ökologisch und landschaftlich bedeutende Exemplare aus. Münsters "Weg der Jahresbäume" weist inzwischen eine stattliche Reihe auf mit Eiche, Buche, Linde, Ulme, Speierling, Eibe, Spitzahorn, Hainbuche, Eberesche, Wildbirne, Silberweide, Sandbirke, Esche, Wacholder, Schwarzerle, Weißtanne, Rosskastanie, Schwarzpappel, Waldkiefer, Walnuss und jetzt auch Bergahorn.

    Der Berg-Ahorn wird auch als der Rübezahl unter den heimischen Ahornarten bezeichnet: er bevorzugt mehr die feuchten, kühlen Höhen. Über
    die natürliche Nordgrenze des wird noch diskutiert.

    Ohne Probleme wächst er heute auch in Südskandinavien und bis nach
    Schottland. Aber von selbst hat er die Rückwanderung nach den Eiszeiten
    wohl nur bis nach Norddeutschland geschafft, dann hat der Mensch weiter
    nachgeholfen. Es gibt Nachweise, dass er nahe der norddeutschen Küste
    vor 500 Jahren noch unbekannt war.
    Der Verbreitungsschwerpunkt liegt jedoch in Mittel- und Südeuropa, dort vor allem im Bergland, in Mischbeständen mit Buchen, Tannen und Fichten. So kann er im Harz und Erzgebirge bis in 900 m Höhe vorkommen, in den Zentral- und Ostalpen bis in 2.000 m, und damit höher steigen als die meisten anderen Laubbäume. England und Irland hat der Berg-Ahorn nach seiner dortigen Einbürgerung
    durch den Menschen im 15. Jahrhundert komplett erobert, sich also von Anpflanzungen aus selbst verbreitet.




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