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Rohrbach-Mordfall Der Rohrbach-Mordfall ist Münsters bekanntester Mordfall. Ende der 50er Jahre fand man im Aasee eine Leiche ohne Kopf. Die Richter schickten Maria Rohrbach, die Ehefrau, lebenslänglich ins Zucht- haus. Sie habe ihren Mann ermordet und den Kopf der Leiche im Küchenofen verbrannt, urteilte ein Gutachter. Kurze Zeit später jedoch, im Sommer 1959, fand man den Kopf in einem ausgetrockneten Tümpel. Der Prozess wurde neu aufgerollt und Maria Rohrbach freigesprochen. Der Schuldige wurde jedoch nie gefunden.
Noch heute gilt der Mordfall als Justizskandal, der seinerzeit bundesweit Schlagzeilen machte. Vor allem die Voreingenommenheit, mit welcher man Fakten aufbauschen oder aber herunterspielen und mit der mancher Richter gutachterlich konstruierten Zusammenhängen auf den Leim gehen kann, empörten die Gemüter. Der Kriminalist, der als Sachverständiger fungierte, wollte vor allem sich selbst als Profi beweisen, der mit wissenschaftlicher Akribie einen Mordfall anhand einiger weniger Spuren zu lösen vermag. |
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